Kann dein Kind überhaupt runterfahren?
Wir reden beim Babyschlaf unglaublich viel über Wachzeiten, Routinen und Einschlafhilfen. Aber Schlaf beginnt für mich viel früher.
Denn ein Kind kann hundemüde sein und trotzdem Schwierigkeiten haben, in den Schlaf zu finden, wenn sein Nervensystem noch komplett auf Empfang ist.
Vielleicht kennst du das: Dein Baby ist offensichtlich müde, aber wird beim Zubettgehen plötzlich nochmal richtig wild. Es braucht sehr viel Bewegung, Stillen oder Körperkontakt, um überhaupt runterzukommen. Oder du hast das Gefühl, dass wirklich jede Kleinigkeit es wieder hochholt.
Dann würde ich nicht als Erstes fragen: „Wie bekomme ich mein Kind schneller zum Schlafen?"
Sondern: „Was braucht dieses Kind eigentlich, um loslassen zu können?"
Und da spielt übrigens nicht nur das Nervensystem deines Kindes mit rein. Sondern auch deins.
Was passiert bei euch? Viel Licht? Spielen? Toben? Handy nebenbei? Noch schnell Zähne, Wickeln, Schlafsack und ab ins Bett?
Und vor allem: Wann merkst du zum ersten Mal, dass dein Kind wirklich ruhiger wird?
Allein das einmal bewusst zu beobachten, kann dir schon ziemlich viel zeigen.