Auch ich schlafe gerade weniger.
Ich mache diesen Job jetzt lange. Ich begleite Familien beim Schlaf, ich rede jeden Tag über Wachzeiten, Naps und Nervensysteme. Und trotzdem — vielleicht gerade trotzdem — schlafe ich gerade selbst weniger.
Mein Kleiner wacht seit einer Weile um 6 Uhr auf. Vorher war es zwischen 7:30 und 8 Uhr. Sein Nap ist nach wie vor ganz normal, er macht ihn noch täglich. Aber etwas hat sich verschoben: Selbst bei einer 30-minütigen Ruhephase braucht er inzwischen rund 20 Minuten zum Einschlafen. Früher waren es etwa 10.
Alles noch im Rahmen der Norm. Aber spürbar anders als vorher.
Schlaf ist kein Zustand, den man einmal erreicht und dann behält.Schlaf ist eine Reise, die sich immer wieder verändert. Das gilt für jedes Kind — und es gilt für jede Mama. Auch für die, die bleibt, bleibt der Schlaf nicht immer gleich.
Und dann gibt es im Grunde zwei Wege, damit umzugehen. Weg eins: Es kommt, wie es kommt, du reagierst spontan — und kämpfst dann eine Weile mit Unruhe und neu eingeschlichenen Mustern (kein muss, vielleicht läuft es auch mega smooth, stress dich nicht). Weg zwei: Du wappnest dich früh mit Wissen und beobachtest bewusst, statt zu improvisieren.
Genau um Weg zwei geht es in diesem Guide — beim 1-auf-0-Übergang, einem der größten Umbrüche im Kleinkindschlaf.